Montag, 7. März 2011

E-Books nur 26 Mal ausleihen?!

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der amerikanische Verlag Harper Collins scheint dies voll auszuschöpfen. Er schreibt amerikanischen Bibliotheken jetzt wohl vor, dass die Bibliotheken die E-Books des Verlages nur 26 Mal ausleihen dürften. Danach müssen sie erneut "nachgekauft" werden. Damit der Verleih auch nach 26 Mal unmöglich wird, packt der Verlag einen DRM-Schutz auf die E-Books. Begründung für dieses Vorgehen: 26 Mal Ausleihen würde der Lebensdauer eines Papierbuches entsprechen.

Gefunden habe ich den Beitrag in der SZ Online: Link zum Artikel

Also, wenn da nicht jemand im ganz großen Stil absahnen will. Ich weiß nicht.

Aber die Bibliotheken wehren sich. Ja, man muss das auch!

Unglaublich sowas, unglaublich!

Freitag, 4. März 2011

Persönlichkeitsrechte

Erst kürzlich hatte mich eine Autorin zu diesem Thema um Rat gefragt: Wie kann man Figuren in einem Roman so verändern, dass sich reale Personen nicht darin wieder erkennen. Eine schwierige Frage, wenn man eine Geschichte aus tatsächlichen Erlebnissen entwickelt. Eine perfekte Lösung fiel mir dazu leider auch nicht ein.

Nichts desto trotz ist es eine sehr wichtige Sache. Als Autor muss man sich mit dem Thema Datenschutz auseinander setzen und darauf achten, die Persönlichkeitsrechte Dritter nicht zu verletzen. Es ist sicher nicht einfach, wenn man über wahre Begebenheiten schreibt und die Charaktere realer Personen für die Geschichte wichtig sind.

Welche Folgen es haben kann, wenn Personen sich in literarischen Werken wieder erkennen und sich nicht darüber freuen, Teil eines Buches zu sein, erlebte jetzt Autorin Claudia Greising mit ihrem Buch "Himmel, Arsch und Zwirn" (gefunden auf dem Blog www.kanzleikompa.de). Sie musste ihr Buch zurückziehen, da sich eine Person darin eindeutig wieder erkannte und gegen die Autorin klagte.

Blogbeitrag lesen: Link zum Beitrag

Hat jemand eine Idee, wie man so etwas vermeiden kann?
Mailt mir einfach über mein Kontaktformular auf www.women-edition.de

Von der Hobby-Autorin zur "heimlichen Bestsellerautorin"

Es klingt unglaublich, aber wahr: Die amerikanische Jungautorin Amanda Hocking hat Millionen mit ihren Büchern gemacht. Diese Info habe ich gerade auf Spiegel-Online gelesen.

Die junge Frau arbeitete als Altenpflegerin und schrieb nebenbei Vampirromane. Nachdem kein Verlag ihre Romane veröffentlichen wollte, versuchte sie es über amazon, quasi im Selbstverlag. Doch kein gedrucktes Werk wurde verkauft, nein: Sie bereitete die Geschichten für den Kindle auf und verkaufte ihre Werke als digitale Produkte. Zunächst für 99 Cent pro Buch, später für etwas mehr. Und: Sie hatte unglaublichen Erfolg damit, ist jetzt Millionärin und keine Altenpflegerin mehr. Was für eine Geschichte.

Lest die ganze Story hier (Spiegel-Online).

Ich mag ja eigentlich lieber das gedruckte Buch und könnte mir wahrscheinlich nicht vorstellen, mit einem Reader auf dem Sofa zu liegen und zu lesen. Doch die Möglichkeit, die sich uns Autoren hier bietet, völlig losgelöst von Verlagen unsere Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und damit auch noch Geld zu verdienen, klingt zunächst sehr verlockend. Ich frage mich, ob das in Deutschland auch funktionieren könnte.