Sonntag, 29. Dezember 2013

Die Berg- und Talfahrt mit der Rangliste

Heute habe ich bei Amazon Author Central mal wieder ein Liniendiagramm angezeigt bekommen, in dem die Entwicklung meines Buches der letzten Zeit sichtbar gemacht wird. Es ist ein Auf und Ab.

Am 9. November habe ich das Buch veröffentlicht. Danach direkt drei Käufe. Mein Rang sah ganz gut aus: 8.504. Dann passierte eine Weile nichts, ich rutschte nach unten bis 151.129.

Die erste Gratis-Aktion katapultierte mich bis auf Rang 271 hoch. Doch nach dem Aufstieg folgte sofort der Fall. Und der war tief - auf 163.387 am nächsten Tag. Ein Kauf im Dezember ließ mich wieder unter 10.000 steigen, dann sauste ich wieder runter.

Die zweite Gratis-Aktion brachte mein Buch immerhin in die 1.000er-Ränge. Heute - ein Tag danach - dann wieder der tiefe Fall auf Rang 123.648.

Was sagt mir das nun. Je höher der Rang, desto besser ist das Buch auf Amazon gelistet, wird eher gefunden und vielleicht eher gekauft. So weit so gut. Der Rang hängt allerdings nicht davon ab, wie oft das Buch gesucht oder angeklickt, sondern wie oft das Buch heruntergeladen wurde - egal ob für 99 Cent oder gratis.

Eine Gratis-Aktion mit KDP Select ist eine gute Möglichkeit, für kurze Zeit einen besseren Rang zu erreichen. Folgen danach aber keine Käufe, verschwindet das Werk in den unendlichen Weiten des E-Book-Marktes.

Wie auch immer es sich weiter entwickelt: Es ist auf jeden Fall spannend für mich, diese ganze E-Book-Geschichte zu beobachten.

Freitag, 27. Dezember 2013

KDP Select - Mein Fazit

KDP Select heißt, amazon bietet Autoren die Möglichkeit, innerhalb von 90 Tagen ihre Bücher für fünf Tage kostenlos zum Download anzubieten. Ich habe lange überlegt, ob ich das ausprobieren soll. Das Buch darf in der Zeit nirgendwo anders zum Download angeboten werden und man erhält für verschenkte Bücher keine Tantiemen.

Da ich meinen Lyrikband "wenn der wahnsinn eine pause einlegt" im Moment sowieso nur bei amazon als E-Book anbiete, war diese Einschränkung für mich kein Problem. Und ein Buch verschenken - wenn sich damit Leser finden, die es weiter empfehlen, wäre für mich ok. Also wagte ich das Experiment.

Am Freitag, den 13. Dezember, war der erste Tag. Gleich früh morgens guckte ich nach, ob die Einstellungen geklappt hatten. Doch das Buch wurde erst gegen 10 Uhr auf 0 € gesetzt. Das heißt, der Zeitpunkt, an dem man die Einstellungen im KDP Select vornimmt, ist der Startzeitpunkt für die Kostenlos-Aktion. Ab da zählen 24 Stunden.

An diesem einen Tag wurde das Buch 48 mal heruntergeladen. Ich landete in den Top 100 im Genre Lyrik und mein Rang schnippte in den 200er Bereich hinauf. Ab dem 14. Dezember ging es Schritt für Schritt wieder hinunter und mein Buch rutschte in den Top 100 immer weiter nach hinten, bis es schließlich ganz verschwand. Aber immerhin: Ich war ein paar Tage in den Charts!

Die zweite Aktion startete ich am 24. Dezember. Quasi als Weihnachtsgeschenk und in der Hoffnung, dass vielleicht einige Kindle an Weihnachten unter Baum lagen und mit Büchern befüllt werden wollten. Die Download-Zahlen stiegen, aber langsamer. Heute morgen lagen sie aktuell bei 81 (inkl. der 48 vom 13. Dezember). Aktuell läuft die Aktion noch - morgen früh sollte sie dann beendet sein.

Zwischen den beiden Aktionen wurde das Buch einmal gekauft. Whoopie!

Alles in allem bin ich gespannt, ob die 100er-Marke noch geknackt wird. Und ich frage mich, ob die Aktion zumindest die eine oder andere Rezension bringt oder zumindest ein kleines Feedback, eine Empfehlung oder sonstiges. Das Ziel der Aktion war für mich, mein Buch bekannt zu machen. Lyrik ist kein Mainstream-Genre ist. Meine Lyrik - gerade in diesem Werk - ist keine leichte Kost und stimmt auch mal traurig. Ich mache mir also keine Illusionen.

Dennoch: KDP Select war ein Versuch. Die Download-Zahlen finde ich für den Anfang nicht schlecht. Für kurze Zeit in den Charts zu landen, damit hatte ich nicht gerechnet. Dass aber über Weihnachten das Interesse eher mager war, hätte ich auch nicht vermutet. Ich werde sehen, was danach kommt, denn das ist jetzt das, was wirklich zählt.



Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche euch ein wunderschönes, entspanntes Weihnachtsfest. Genießt die Festtage, schlemmt, habt gute Gespräche und interessante Begegnungen, packt lustige Geschenke aus.


Für die Lyrik-Fans unter euch habe ich ein Geschenk. Die letzte Gratis-Aktion war nämlich erst der Anfang:

Jetzt, über die Weihnachtstage, biete ich meinen Lyrikband "wenn der wahnsinn eine pause einlegt" noch einmal kostenlos bei amazon zum Download an. Frohe Weihnachten!

Hier der Link zum Buch: wenn der wahnsinn eine pause einlegt


Und nach dem Fest werde ich berichten, was die KDP Select Aktion gebracht hat.


Dienstag, 10. Dezember 2013

Freitag, der 13.: Meinen Lyrikband gratis downloaden

Am Freitag, den 13. Dezember 2013, biete ich meinen neuen Lyrikband "wenn der wahnsinn eine pause einlegt" gratis bei Amazon-Kindle an.

Meine Gedichte sind düster und zuversichtlich, ehrlich und kritisch. Wer sich mit unserer heutigen Gesellschaft auseinandersetzt, wird sich zwischen den Zeilen wiederfinden. Wer trotz aller Widrigkeiten seinen Optimismus pflegt, dem sprechen die Texte aus der Seele.

Weitere Infos zum Buch findet ihr hier: Bücher

Die erste Rezension zum Buch hat übrigens der Bochumer Lyriker Michael Starcke hier veröffentlicht.


Steampunk - Die Differenzmaschine

Das Buch hatte ich mir vor einiger Zeit gekauft und ich lese nun auch schon einige Wochen daran - "Die Differenzmaschine" von William Gibson & Bruce Sterling. Das Buch gehört laut wikipedia.org ins Genre Steampunk und ist stellenweise genau nach meinem Geschmack. Stellenweise aber auch sehr langatmig.

"Eine Zeit, in der Computer das Leben der Menschen beherrschen" steht auf dem Buchrücken. Die Zeit, in der die Geschichte handelt, ist 1855. Die Computer sind große Maschinen, die einige Zeit brauchen, Informationen über eine Person auszuspucken. Erinnert ein wenig an die ersten Computer von Zuse, die ganze Räume ausfüllten...

Die Geschichte ist spannend, aber wie gesagt im Mittelteil ein wenig zäh. Da braucht es viel Durchhaltevermögen, um in der Story zu bleiben. Ich habe noch knapp 150 Seiten vor mir, jeden Tag ein Häppchen mehr - und so langsam finden die Erzählfäden zusammen, einiges wird klarer.

Ich bin sehr gespannt auf den Schluss - und sobald ich Zeit und Muse finde (wohl eher erst im neuen Jahr), schreibe ich eine Rezension.

Dienstag, 26. November 2013

"Vom Auf und Ab des Lebens"

Die erste Rezension zu meinem neuen Gedichtband "wenn der wahnsinn eine pause einlegt" ist bei buecher-wiki.de erschienen. Der Bochumer Lyriker Michael Starcke hat "die Spur der Gedichte aufgenommen" - und ich fühle mich verstanden. Danke, danke, danke!

Wer die Rezension lesen möchte, klickt hier: Link zu buecher-wiki.de


Sonntag, 24. November 2013

Erfahrungsbericht amazon KDP – Teil 3 „Poesie, Listenpreis und W8-BEN“



Nach langen Vorbereitungen und Informationen sammeln ging es ans Eingemachte. Anmelden, und go.

Erster Schritt: Daten eingeben. Für das Buch, das man mit KDP veröffentlichen möchte, müssen eine Menge Informationen eingegeben werden. Damit das Werk in den endlosen Weiten des Amazon-Shops gefunden werden kann, bedarf es guter Suchbegriffe und einer Kategorie, in das sich das Werk einordnen lässt. Beim Stöbern auf Amazon hatte ich bereits festgestellt, dass Lyrik unter Belletristik geführt wird. Doch bei der Auswahl der Kategorie im KDP fand ich keine Lyrik. Merkwürdig. Irgendwo stieß ich dann auf die Kategorie Poesie. Ich dachte mir, so ganz poetisch klingen meine Texte nun zwar nicht, aber das wird schon passen und klickte diese an. Später im Shop sah ich, dass mein Buch unter Belletristik/Lyrik eingeordnet wurde. Verstehen muss ich das nicht. Hauptsache es ist da, wo es hingehört.

Mittwoch, 20. November 2013

Erfahrungsbericht amazon KDP – Teil 2 „Ein gutes Handbuch, das mir auf die Sprünge half“



Mit der Veröffentlichung meines zweiten Lyrikbandes „wennder wahnsinn eine pause einlegt“ habe ich meine ersten Erfahrungen mit dem Publishing-Angebot von amazon, dem KDP (kindle direct publishing) gemacht. Es hat bei mir eine Weile gedauert, bis ich die Sache angegangen bin. Das lag an einer natürlichen Trägheit, die der Alltag so mit sich bringt. Die Idee, mein Werk als E-Book über KDP zu veröffentlichen, stand zwar recht bald fest. Doch die tatsächliche Umsetzung musste reifen und brauchte den für mich passenden Zeitpunkt.

Montag, 18. November 2013

Erfahrungsbericht amazon KDP – Teil 1 „Warum überhaupt ein E-Book bei amazon?“

Es war bei einem Autorentreffen Ende 2011, als mich das Kindle-Fieber packte. Stefanie Philipp, eine Autorin unserer Gruppe, präsentierte ihren Kindle und ihren frisch als Kindle-Edition veröffentlichten Roman „Der Sohn der Amazone“. Sowohl das Gerät als auch der Roman weckten meine Neugier.

Samstag, 16. November 2013

Autorenprofil

Unter der neuen Rubrik "Über mich" findet ihr hier im Blog mein neues Autorenprofil. Das wird in den nächsten Tagen auch bei amazon veröffentlicht.

Montag, 11. November 2013

"wenn der wahnsinn eine pause einlegt" - mein neuer Lyrikband



Es ist vollbracht. Ich habe meinen zweiten Lyrik-Band veröffentlicht. „wenn der wahnsinn eine pause einlegt“ heißt das Werk, das als Kindle-Edition bei amazon ab sofort verfügbar ist.

In diesem Band setze ich mich mit der Gesellschaft unserer heutigen Zeit auseinander: „Verkopfte, träge Strukturen. Veraltetes blockiert das Neue. Es ist die Art, wie Menschen miteinander umgehen, wie sie Konflikte lösen, Probleme bewältigen. Eine zerbrochene Gesellschaft in einer unruhigen Zeit.“ Ohnmacht und Hilflosigkeit sind dabei ständige Begleiter, ebenso wie Zuversicht und der Glaube an Freiheit.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Links #5

Meine Leseempfehlungen für heute:

Die Enkelin des bayrischen Komikers Valentin Ludwig Fey verklagte amazon wegen einer Urheberrechtsverletzung. Ein E-Book-Autor hatte unerlaubt Teile des Werkes Feys verwendet und das E-Book bei amazon angeboten. Die Enkelin verklagte den Online-Händler auf Unterlassung. amazon nahm das Buch aus dem Programm, unterschrieb aber keine Unterlassungserklärung. Das Oberlandesgericht München entschied, recht so, denn es sei unzumutbar für einen Händler, jedes Werk auf Urheberrechtsverletzungen zu prüfen. Mehr dazu auf gulli.com:

Link zum Artikel auf gulli.com

Und ein weiteres Urteil des Oberlandesgerichts München: Das Gericht erklärte die Art und Weise, wie die VG Wort ihre Einnahmen an Autoren und Verlage verteilt, für rechtswidrig. Im Klartext heißt dass, das die Verwertungsgesellschaft eigentlich nicht allen Urhebern einen pauschalen Anteil für Verleger von ihren Tantiemen abziehen darf. Geklagt hatte Autor Martin Vogel, der seine Vergütungsansprüche komplett an die VG Wort abgetreten hatte. Mehr dazu auf irights.info:

Link zum Artikel auf irights.info

Constanze Kurz und Frank Rieger - Autoren des Buches "Datenfresser" (Rezension hier) - haben ihr neues Werk veröffentlicht. Es heißt "Arbeitsfrei - Eine Entdeckungsreise zu den Maschinen, die uns ersetzen". Ich werde es auf jeden Fall lesen. Einen ersten Eindruck gibt es z. B. auf faz.net:

Link zum Artikel auf faz.net

Freitag, 18. Oktober 2013

Impressionen vom Meer

Ich war kürzlich in Stralsund. Ein wunderschönes Fleckchen Erde:








Einfach schön da...

Sonntag, 13. Oktober 2013

Rezension: Gisa Pauly „Die Tote am Watt: Ein Sylt-Krimi“



Leichte Unterhaltung, spannende Lektüre, genau der richtige Lesestoff für unterwegs. Gisa Paulys Kriminalroman „Die Tote am Watt“ ist eine gut ausgedachte Geschichte, vollgepackt mit Spannung und Humor.

Dienstag, 24. September 2013

Rezension: Susan Cain "Still - Die Kraft der Introvertierten"


Die Welt ist lauter geworden. Hektischer auch. Wohltuend zu lesen, dass es kein Makel ist, in dieser Welt ein stiller Mensch – ein Introvertierter – zu sein. Susan Cain veröffentlichte mit ihrem Fachbuch „Still – Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt“ tatsächlich ein „leidenschaftliches Plädoyer für die Kraft der Stille“, wie es der Berliner Kurier auf der Amazon-Seite des Buches treffend ausdrückte.

Mittwoch, 4. September 2013

Neuigkeiten aus meinem Bücherregal

Ausgelesen: Im Podcast "Introversion" (Link) stellte Alexandra Tobor das Buch "Still" von Susan Cain vor. Ich fühlte mich sofort angesprochen von dem Thema, kaufte mir das Buch und bereute es nicht. Das Buch ist klasse. Ein interessantes Fachbuch, das das Thema Introversion von vielen Seiten beleuchtet und dabei nie langweilig wird. Eine Rezension wird folgen, sobald ich mehr Zeit und Muse haben.

Zur Zeit lese ich: "Die Tote am Watt" von Gisa Pauly als E-Book. Auf Sylt wurde eine Frau ermordet, ein reiches Biest, das Menschen gern nötigt und quält, die sie um Hilfe bitten. Verdächtige gibt es einige und bisher ist der wahre Täter noch nicht zu erkennen. Dass die italienische Schwiegermama des Kommissar gerade zu Besuch ist, gibt der Geschichte eine angenehme Würze.

Gekauft habe ich: "Die Differenz-Maschine" von William Gibson. Ich muss sagen, dass mich hier das Cover angezogen hat. Als ich dann las, dass es um Computer und Überwachung geht, und das alles nicht in unserer Zeit, sondern im Jahr 1855, war meine Neugier geweckt. Ich habe die ersten beiden Seiten natürlich schon angelesen und bin bis jetzt ganz angetan. Ich freue mich drauf, es zu lesen.



Sonntag, 25. August 2013

Schatzkiste: Alfred Wellm "Das Pferdemädchen"

Der Blog-Post "Mein Leben als Pferdemädchen - Eine Verfallsgeschichte" von silenttiffy hat mich dazu gebracht, das folgende Buch aus meiner Schatzkiste zu ziehen und euch vorzustellen.

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Alfred Wellm "Das Pferdemädchen"


"Manchmal träumt das Mädchen, es wäre eine ZIRKUSREITERIN." So beginnt das Buch, das im Kinderbuchverlag Berlin erschien. Ich besitze eine Ausgabe der 10. Auflage aus dem Jahr 1982.

Natürlich habe ich das Buch damals geschenkt bekommen. Wahrscheinlich zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Bücher waren und sind immer eine gute Geschenke für mich und ich freute mich als Kind unglaublich darüber, dass ich immer so viele auf einmal bekam. Lesen - eine wunderbare Möglichkeit, in andere Welte abzutauchen.

Doch ich schweife ab. Dieses Kinderbuch hat mir als Mädchen damals natürlich besonders gefallen, denn beim Lesen wurden Mädchenträume wahr. Das Mädchen Irka freundet sich mit der Stute Raya an. Ein altes Pferd, fast blind. Dennoch bringt die weiße Stute noch ein Fohlen zur Welt. Ein braunes. Irka möchte natürlich, dass beide Pferde in der Familie bleiben, doch am Ende wird der Vater das Fohlen weg geben müssen.

Eine Geschichte über Mädchenträume, die Liebe zu Pferden, aber auch eine Geschichte über Trennung und Schmerz.

Es war ein wunderschönes Buch, genau das richtige für ein Mädchen. Und: Das Buch wurde sogar verfilmt. Die Tochter des Autors spielte im DEFA-Film das Mädchen Irka. Gesehen habe ich diesen Film allerdings nicht - oder ich kann mich nicht mehr daran erinnern.


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Sonntag, 18. August 2013

Rezension: Nadja Losbohm "Die Jägerin - Blutrausch"

Coverdesign: Tom Jay - www.tomjay.de
Fotos: © oliverfiction96 - Fotolia.com und
© Brian Creswick - Fotolia.com
Die Kreaturen der Nacht müssen warten. In den geheimen Räumen unter der St. Mary´s Kirche bringt Jägerin Ada Pearce ihre Tochter zur Welt. Die Geburt kostet sie viel Kraft. Als die junge Frau erwacht, befindet sich ihre Tochter bereits an einem sicheren Ort. Und obwohl Ada weiß, dass sie als Jägerin – die nachts fürchterlichen Kreaturen den Gar ausmacht, um die Menschen ihrer Heimatstadt zu schützen – ihrem Kind kein behütetes Zuhause bieten kann, will sie ihre Tochter zurück.

Dramatisch beginnt der zweite Teil der Fantasy-Romance-Reihe von Autorin Nadja Losbohm. Im ersten Band „Die Jägerin – Die Anfänge“ nahm Ada Pearce ihre Bestimmung an und verliebte sich in ihren Lehrer und Beschützer, Pater Michael. Eine wunderbare Romanze entwickelte sich, aus der eine tiefe Liebe wurde. Als Ada feststellte, dass sie schwanger ist, machen sich gemischte Gefühle breit. Die St. Mary´s Kirche ist kein guter Ort für ein Kind.

Freitag, 16. August 2013

Lyrik - entspannung

Ein Hafen auf Mallorca - ich weiß nicht mehr, welcher Ort das war...

entspannung

unendlicher frieden
spiegelt sich in meinen augen
meine hände berühren sanft
das wasser des sees
welle um welle
zerschellt leise am bug des schiffes
weht alle gedanken fort

ich habe meinen platz eingenommen
um dem konzert der natur
zu lauschen
ich lasse mich fallen

wahre entspannung
fängt sanft mich auf
trägt mich fort
in die welt meiner schönsten gedanken

ich schließe die augen
und atme tief ein
weiches wasser perlt auf meiner haut
in meinen ohren
treffen sich die verwunschenen klänge
der gefiederten

sie singen heute nur für mich

Gerardus van Veen (Dutch, about 1620 - about 1683)
Standing Ruff, 1677, Pen and brown ink, watercolor, and gouache over black chalk
23.3 x 27.1 cm (9 3/16 x 10 11/16 in.)
The J. Paul Getty Museum, Los Angeles
http://search.getty.edu/museum/records/musobject?objectid=159



Mittwoch, 14. August 2013

Entdeckt: Gemeinfreie Bilder im Web

Bei irights.info bin ich über folgendes gestolpert: "Der J. Paul Getty Trust hat 4.689 Digitalisate aus dem vom US-Ölmagnaten gegründeten Museum in Los Angeles frei im Netz verfügbar gemacht." Eine klasse Sache. Ich habe gleich mal ein wenig in der Bilddatenbank gestöbert, die über 4.000 zum Teil recht alte Fotografien, Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen oder Manuskripte beinhaltet.

Wie z. B. dieses hier:

Julia Margaret Cameron, photographer (British, born India, 1815 - 1879)
Beatrice, 1866, Albumen silver print
Image: 33.8 x 26.4 cm (13 5/16 x 10 3/8 in.)
The J. Paul Getty Museum, Los Angeles
Es gibt einige schöne Bilder - teils richtige Schätze - in dieser Datenbank, die man privat oder sogar kommerziell nutzen kann. Man benötigt für den Download allerdings eine schnelle Internetverbindung.Dieses Bild von Beatrice z. B. war recht groß.

Alles in allem eine gute Sache.

Wer selbst in der Datenbank stöbern möchte: hier geht es zu Getty Search Gateway

Den Artikel bei irights.info könnt ihr hier lesen.

Freitag, 9. August 2013

Wie die Römer schon sagten ...

Und so unrecht haben sie nicht, die Römer, deren Weisheiten im LVR-Archäologischen Park Xanten an einer Wand prangen:

"Wenn der Staat am verdorbensten ist, gibt es die meisten Gesetze."

Donnerstag, 8. August 2013

Schatzkiste: Theodor Storm "Briefe an seine Braut"

Hier folgt nun ein weiterer Blick in meine Bücherschatzkiste.

[Schatzkiste open]

Theodor Storm "Briefe an seine Braut" - Herausgegeben von Gertrud Storm



Zugegeben, Storms "Schimmelreiter" hat mir damals in der Schule doch einiges abverlangt. Diese Lektüre war so gar nicht meins. Und so kam es, dass ich mich danach nicht wirklich mit Werken dieses Schriftstellers beschäftigte. Irgendwann entdeckte ich dann eines seiner Märchen, nämlich "Der kleine Häwelmann". Den fand ich so gut, dass ich ihn vor Jahren in meinem women-edition Weihnachskalender vorgelesen hatte.

Die "Briefe an seine Braut" habe ich eher durch Zufall entdeckt. Es ist nun auch einige Jahre her, dass ich mit einer Freundin an der Nordsee Urlaub machte und wir ihren damaligen Freund in einem Ferienhaus besuchten. Das Haus lag nicht am Meer, doch man hatte einen guten Blick auf den Westerhever Leuchtturm. Im Wohnzimmer hatten die Besitzer des Ferienhauses ein Bücherregal aufgebaut. Das musste ich natürlich sofort in Augenschein nehmen. Es standen hauptsächlich uralte Werke drin und die "Briefe an seine Braut" von Theodor Storm fielen mir sofort ins Auge.

Mittwoch, 7. August 2013

Rezension: Tanja Bern "Ruf der Geister"

Covergestaltung: Oldigor Verlag
Joshua Benning ist Streetworker in Gelsenkirchen, der sich um junge, verlorene Seelen kümmert. Jugendliche, die ihren Halt in der Familie verloren haben und auf der Straße zu überleben versuchen. Doch Joshua ist nicht nur das. Seit seiner Kindheit hat er diese Gabe, Geister zu sehen und mit ihnen kommunizieren zu können. Eine Gabe, die oft eine Last ist, ihn aber zu einer wertvollen Hilfe für den Ermittler Erich Salberg macht. Er kann Dinge sehen, die andere nicht sehen und kann so oft entscheidende Hinweise zur Lösung eines Mordfalles geben. Doch als plötzlich mehrere Frauen auf merkwürdige Weise ermordet werden, hilft ihm seine Gabe nicht mehr weiter. Dennoch muss er den Mörder finden, koste es, was es wolle.

Dienstag, 30. Juli 2013

Schatzkiste: Alexander Wolkow "Der Zauberer der Smaragdenstadt"

In letzter Zeit habe ich mich von unzähligen Büchern getrennt. Das war keine leichte Aufgabe. Doch bei dieser Räumaktion sind mir so einige alte Schätzchen in die Hände gefallen, die Erinnerungen wach riefen. Bücher, die ich hier vorstellen möchte. Ich öffne also für euch meine Schatzkiste und zeige euch, was ich vor langer oder kurzer Zeit gelesen habe.


[Schatzkiste open]

Alexander Wolkow "Der Zauberer der Smaragdenstadt"




Keine Ahnung, wie alt ich damals war, als ich dieses Buch von meinen Eltern geschenkt bekam. Aber eines weiß ich noch: Es wurde sofort mein Lieblingsbuch. Gern ließ ich mich in die zauberhafte Welt entführen, in die Elli zusammen mit ihrem Hund Totoschka von einem Sturm gewirbelt wurde. Sie trifft dort Scheuch, den Eisernen Holzfäller und den Feigen Löwen, mit denen sie eine gefährliche und spannende Reise zum Zauberer Goodwin, der in der Smaragdenstadt lebt, unternimmt.

Ja, es ist die Geschichte des "Zauberer von Oz", die eigentlich aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers Lyman Frank Baum stammt. Doch "Der Zauberer der Smaragdenstadt" ist doch ein wenig anders. Wolkow wollte ursprünglich Baums Werk nur ins Russische übersetzen, doch war er von der Geschichte wohl so angetan, dass er sie immer mehr bearbeitete, neue Ideen hinzufügte und letztendlich daraus eine eigene Geschichte entwickelte.

In den Ostblockstaaten wurde das Buch so populär, dass Wolkow die Geschichte einfach weiter schrieb. So entstand die "Zauberland-Reihe" mit den Folgebänden "Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten", "Die sieben unterirdischen Könige", "Der Feuergott der Marranen", "Der gelbe Nebel" und "Das Geheimnis des verlassenen Schlosses". Bis auf den letzten Band habe ich alle gelesen. Elli reist nach ihrem ersten Abenteuer wieder ins Zauberland und erlebt neue Abenteuer. Als das Mädchen aus Kansas langsam erwachsen wird, übernimmt ihre Rolle ihre kleine Schwester Ann.

In meinem Bücherregal befinden sich nur drei Bände. Neben dem "Zauberer der Smaragdenstadt" noch "Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten" und "Der gelbe Nebel". Die anderen durfte ich leihweise lesen - damals. Den letzten Band habe ich nie zu Gesicht bekommen. Vielleicht finde ich ihn ja noch.


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Freitag, 26. Juli 2013

Links #4

Meine Leseempfehlungen für heute:

Manche lesen keine E-Books, weil sie den Geruch von gedruckten Büchern lieben? Oder ist es vielleicht eher die Angst vor Neuem? Damit beschäftigt sich Susanne Gerdom in ihrer Kolumne auf Qindie - eine sehr gelungene Kolumne, wie ich finde.

Link zur Kolumne auf qindie.de

Introvertierte Menschen in einer extrovertiert geprägten Gesellschaft - missverstanden, stigmatisiert, übersehen und dennoch wichtig... In ihrem neuen Podcast bespricht Alexandra Tobor das Buch "Still: Die Kraft der Introvertierten" von Susan Cain. Ein sehr hörenswerter Beitrag, nicht nur für die Stillen unter uns!

Link zum Podcast auf in-trockenen-buechern.de

32 Schriftsteller fordern in einem offenen Brief von Bundeskanzlerin Angela Merkel Aufklärung in der PRISM-Affäre. Während unser Leben immer transparenter gemacht wird, wird die Arbeit der Geheimdienste immer untransparenter. Der gläserne Mensch, keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität. 32 Schriftsteller empören sich und fordern Antworten - darunter z. B. Juli Zeh, Ilija Trojanov, Kristof Magnusson, Georg M. Oswald oder Thomas von Steinaecker.

Link zum Artikel in der FAZ


Sonntag, 21. Juli 2013

Rezension: Deon Meyer "Dreizehn Stunden"



Eine Horde junger Männer jagt zwei amerikanische Rucksacktouristinnen durch Kapstadt. Eine der Frauen wird erwischt, die andere rennt weiter um ihr Leben. „Dreizehn Stunden“ – das zweite Buch der Benny-Griessel-Reihe von Deon Meyer – ist ein packender Krimi, der einen von Anfang bis Ende nicht mehr los lässt. Das Buch erschien 2010, Stefanie Schäfer hat es ins Deutsche übersetzt.

Samstag, 20. Juli 2013

Rezension: Constanze Kurz, Frank Rieger "Die Datenfresser"



Wir leben in einer Zeit, in der wir spätestens durch die Enthüllungen von PRISM gelernt haben, dass es Technologien gibt, die eine Vollüberwachung der Bürger möglich macht, das diese Technologien ständig weiter entwickelt und natürlich auch genutzt werden. In solch einer Zeit lohnt es sich umso mehr, das Buch „Die Datenfresser“ von Constanze Kurz und Frank Rieger zu lesen.

Sonntag, 14. Juli 2013

Links #3

Meine Leseempfehlung für heute:

Immer weniger Leute scheinen zu lesen, immer mehr Bücher werden produziert und manche Autoren schreiben wie am Fließband - ist das noch Literatur? Und wie soll der Leser noch die Flut an Lesestoff bewältigen und honorieren, damit der Autor/die Autorin auch vom Schreiben leben kann...

Artikel in der FAZ

J. K. Rowling veröffentlicht ihren neuen Roman "The Cuckoo´s Calling" unter dem Pseudonym Robert Galbraith. Kritiker loben zunächst das vermeintliche Debüt. Doch kaum kommt heraus, wer tatsächlich hinter dem Krimi steckt, schnellen die Verkaufszahlen nach oben. Der Name als Verkaufsmarke, quasi.

Artikel im Spiegel

WDR 5 Spezial "Das Spiel des Lebens"

Ich habe mir gerade einen interessanten Podcast angehört. Ranga Yogeshwar und Frank Schirrmacher sprechen über PRISM, die Entwicklung einer digitalen Gesellschaft, des Internets der Dinge und darüber, ab wann wir nicht mehr selbst bestimmen, was wir denken und fühlen, sondern dies von Algorithmen, von Maschinen vorgegeben wird.

Eigentlich sollte es bei diesem Gespräch im Rahmen der Philcologne um die aktuellen Bücher der beiden gehen. Schirrmachers Buch "Ego" wird auch erwähnt, es wird daraus zitiert, doch PRISM, das Ausmaß heutiger Überwachungtechnologie, der Generalverdacht, dem sich auch "Offliner" kaum entziehen können, lenkten das Gespräch in eine sehr interessante Richtung. Unbedingt anhören (ich hoffe, der WDR depubliziert nicht so schnell).

Link zum Podcast auf WDR 5

Mittwoch, 10. Juli 2013

"Kriminalromane" - Podcast auf NDR1 Niedersachsen

Im Podcast stellt Autorin Margarete Schwarzkopf verschiedene Kriminalromane vor, wo mich der eine oder andere schon ein wenig neugierig gemacht hat.

Besonders freue ich mich aber, dass der Roman "Blut ist im Schuh" von Anna Schneider vorgestellt wurde. Die Autorin gewann nämlich 2008 den Schreibwettbewerb "Rache ist süß", den ich als Kopf des Literaturportals "women´s edition" veranstaltet hatte. Das Portal habe ich, wie bereits berichtet, mittlerweile aufgelöst - Anna Schneider hat derweil große Schritte auf dem Gebiet der Literatur gemacht. Meinen Glückwunsch!

Wer reinhören will: hier der Link zum NDR1-Podcast

Und hier gibt es den Link zur Webseite der Autorin Anna Schneider.

Links #2

Meine Leseempfehlung für heute:

"Studie: Schutzfristen lassen Bücher verschwinden"; Artikel auf heise.de

"E-Book-Streit: Apple für wettbewerbswidrige Absprachen schuldig gesprochen"; Artikel auf heise.de

"Gesetzesänderung tritt gegen Abmahnwesen an"; Artikel auf irights.info

"Mitbestimmen bei der Hotlist 2013 - die besten Bücher unabhängiger Verlage"; Beitrag auf Eselsohren.at


Sonntag, 7. Juli 2013

Empfehlung: Podcast "In trockenen Büchern"

Es war vor einigen Tagen, als mir jemand sein Smartphone vor die Nase hielt und meinte: "Hör da mal rein!" Ich tat es. Es war ein Podcast von Holgi (ich glaube, der war es), der sich mit Alexandra Tobor unterhielt. Über alles mögliche - unter anderem auch über ihren eigenen Podcast "In trockenen Büchern".

Donnerstag, 20. Juni 2013

Literaturlose Zeit

Im Moment erlebe ich ein literaturlose Zeit. Weder komme ich zum Lesen, noch zum Schreiben. Ich bin einfach zu müde und kaputt, da ich derzeit so viele andere Dinge um die Ohren habe, die meine ganze Energie und Kraft aufsaugen. Mich nervt das, weil ich die "Datenfresser" weiter lesen möchte. Und dann liegt hier noch ein Krimi von Tana French: "Grabesgrün". Hab ich mir von einem Gutschein gekauft. Ich bin schon sehr neugierig drauf, nur im Moment wird das nichts.

Ich hoffe, das ändert sich bald.

Samstag, 15. Juni 2013

Schreibwettbewerb: Vorratsdaten und Überwachung

Vorratsdatenspeicherung, Überwachung, Datensammlungen - alles nur, um Verbrechen bekämpfen zu können, Terrorismus zu verhindern? Und wir haben ja alle nichts zu verbergen? Wer sich nichts zu schulden kommen lässt, hat nichts zu befürchten? Orwell lässt grüßen!

Digitale Kommunikation und Technik ermöglichen immer besser und schneller, dass Staat, Behörden und Unternehmen immer genauer über jeden von uns Bescheid wissen. Bei vielen Menschen ist dieses Thema jedoch noch nicht angekommen, viele wissen gar nicht, was oben genannte über sie wissen und machen sich keine Gedanken darüber - man hat ja nichts zu verbergen, können die ruhig wissen. Immer mehr wird Freiheit eingeschränkt für mehr Sicherheit. Vermeintliche Sicherheit.

Damit dieses Thema noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerät, veranstaltet die Digitale Gesellschaft Schweiz einen Schreibwettbewerb mit dem Thema "Vorratsdaten und Überwachung".

Das Schöne an dem Wettbewerb: Es darf jeder mitmachen, egal wie alt er ist oder welcher Nationalität er angehört. Bis zum 30.11.2013 kann man Beiträge bei Dock18 hochladen, die dort ohne Angaben zum Autor veröffentlicht werden. Jeder Autor kann mehrere Beiträge einreichen, egal ob Lyrik oder Prosa, Comic oder Hörspiel. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wichtig ist, dass die eingereichten Beiträge einen klaren Bezug zum Thema digitale Überwachung und/oder Vorratsdatenspeicherung haben.

Die Jury ermittelt bis 13. Dezember 2013 den/die Gewinner. Alle Gewinnerbeiträge werden als E-Book unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA veröffentlicht. Damit sollte jeder, der an dem Wettbewerb teilnimmt, einverstanden sein.

Eine tolle Sache! Ich mach auf jeden Fall mit.

Mehr Infos zum Wettbewerb findet ihr hier: Link zur Ausschreibung

Ohne Internet

Ich hätte ja nie gedacht, wie schnell man sich daran gewöhnt, immer online sein zu können. Wie merkwürdig das ist, wenn man nicht mal eben so ins Internet kann, stelle ich gerade fest. Seit neun Tagen bin ich nun ohne "Netz" - und auf meinen richtigen Zugang warte ich noch drei weitere Tage.

Ja, früher hat man gleich drei bis vier Wochen auf seinen Internetanschluss gewartet - heute nerven einen schon die wenigen Tage. Und es hätte sogar schneller gehen können, wäre da nicht dieser verfluchte Schlüssel gewesen, der genau dann nicht greifbar war, als der Techniker ihn brauchte. Naja.

Ich zähle die Tage... bis ich wieder "on" bin. Ist schon komisch, so ganz ohne Internet.

Ok, ganz ohne bin ich nun doch nicht, dank mobilem Netz mittels Smartphone. Über das ich im Moment auch mal meinen PC onlinefähig gemacht habe, um wenigstens die Spinnenweben aus meinem Blog zu fegen. Ein Vergnügen ist das allerdings nicht, denn die Verbindung ist zwischendurch so schnarchlangsam - erinnert mich beinah an Modem-Zeiten.

Also, ich merke, ich brauche das Internet. Es ist meine Hauptnachrichtenquelle und überhaupt der Ort, wo ich mich viel tummele. So ganz ohne ist einfach doof. - Noch drei Tage!

Sonntag, 19. Mai 2013

Lesenswertes VI

Im Moment lese ich "Die Datenfresser" von Constanze Kurz und Frank Rieger. Keine Lyrik, keine Prosa, kein Roman - ein richtig gut geschriebenes Fachbuch über ein - meiner Meinung nach - sehr wichtiges Thema.

Der Untertitel lautet "Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen".

Zu Beginn des Buches geht darum, wie personenbezogene Daten zur Ware werden, wie leicht man an Informationen herankommen und diese vermarkten kann. Die Autoren beginnen mit einer Beschreibung, wie kostenlose Webangebote funktionieren, die darauf ausgerichtet sind, Informationen der Surfer auszuschnüffeln.

Eine Rezension folgt...




Links #1

Meine Leseempfehlungen für heute:

Stefan Zweig "Schachnovelle" - eine interessante Rezension auf eselsohren.at

KrimiZEIT-Bestenliste Mai 2013 - auf lesekreis.org

Streit um youtube-Embeds noch nicht geklärt - Artikel auf irights.info

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Samstag, 11. Mai 2013

Lyrik - neue wege

Das Foto habe ich letztes Jahr irgendwann morgens gemacht, als sich der dicke Nebel überm Fluss ganz langsam lichtete. War ein herrlicher Anblick.

Dazu passt vielleicht dieses Werk von mir...

neue wege

anfang vom ende
als neubeginn wagen
mit weniger statt mehr
das lebt und nicht schläft

mögliche chancen
zu lange durchdacht - und 
endlich in form gegossen
in eine, die passt

dennoch nagt wehmut
gar abschiedsschmerz
weil das "baby" nun
die bühne verlässt

löse einfach den blick
vom gestern und sieh
was neues wächst
wenn der nebel sich lichtet

Freitag, 10. Mai 2013

Rezension: Nadja Losbohm „Die Jägerin – Die Anfänge“

Coverdesign: Tom Jay - www.tomjay.de
Fotos: © Konstantin Yuganov - Fotolia.com  und 
© Demian - Fotolia.com
Eine eher unscheinbare, junge Frau erfährt eines Tages, dass sie auserwählt ist, als Jägerin die Menschen in ihrer Stadt vor Monstern und Vampiren zu beschützen. Stoff, der ein wenig an „Buffy“ erinnert, aber ganz anders daherkommt. In ihrem Roman „Die Jägerin – Die Anfänge“ klammert Autorin Nadja Losbohm Action-Szenen fast vollkommen aus und konzentriert sich viel mehr auf die Beziehung ihrer beiden Protagonisten.

Ada Pearce, 24 Jahre alt, arbeitet „als Vampirjägerin und Monsterschreck“. Alles begann drei Jahre zuvor, als Ada bei ihrem Nachbarn einfach nur ein Päckchen abholen wollte und sich wenig später als Auserwählte in der St. Marys Kirche wieder findet. Sie sei als Jägerin geboren und müsse nun die Menschen vor Monstern und Vampiren beschützen – so ihre Bestimmung.
Ada hält alles zunächst für einen schlechten Scherz, doch Pater Michael – ihr neuer Beschützer und Lehrer – kann sie davon überzeugen, ihre Aufgabe anzunehmen. Adas normales Leben wird ausgelöscht, ab sofort muss sie mit dem Pater zusammen in Räumen unter der Kirche leben und trainieren.

Sonntag, 28. April 2013

Rezension: Sigrid Hunold-Reime "Schattenmorellen"



Martha Lühnemann wacht im Krankenhaus auf. Sie weiß zunächst nicht, wo sie ist und warum. Sie ist aus einem Kirschbaum gefallen, ihr Nachbar hat den Krankenwagen gerufen. Alles gut – könnte man meinen. Nichts ist gut, weder mit der Vergangenheit, die Martha mit einem Mal so präsent ist, noch mit der Gegenwart. Der Roman „Schattenmorellen“ von Sigrid Hunold-Reime beginnt als eine scheinbar harmlose Krankenhaus-Geschichte, die sich jedoch sehr schnell zu einem spannenden Krimi entwickelt, den man nicht mehr weglegen möchte, bis man weiß, wie er ausgeht.

Samstag, 20. April 2013

Lyrik - sehnsucht nach dem meer

Mallorca im Sommer - damals, ich weiß nicht mehr wann...

sehnsucht nach dem meer

weiche wellen
die zeitlos ans ufer schwappen
und an nichts denken
in ihrem hin und zurück
salzige luft
die mein gesicht liebkost
mich in den arm nimmt
hier willkommen heißt
heiß-kalter sand
der meine füße streichelt
mich wie auf wolken
wandeln lässt
einfach nur - für mich

stille - ruhe - gelassenheit
das pendel bleibt stehen
und die gedanken fliegen davon
mit den möwen im wind

die sehnsucht nach dem meer
packt mich - hält mich ganz fest
immer wieder
wenn ich hier unter all den menschen stehe
die zu viel sind
zu viel auf einmal

das meer - ich hoffe
es holt mich bald


Eines meiner neuesten lyrischen Werke - bald sicher auch in einem neuen Lyrikband verewigt. :-)
Das Bild habe ich damals auf Mallorca geknipst - es gibt wirklich schöne Fleckchen auf dieser Insel.

Lesenswertes V

Nachdem ich Patrick Rothfuss´ Königsmörderchronik mit Begeisterung zu Ende gelesen habe (und ungeduldig auf die Fortsetzung warte), stöberte ich ein wenig in meinem Kindle und stieß auf

"Schattenmorellen" von Sigrid Hunold-Reime: Ein Roman, der mich wirklich überrascht hat. Es geht um eine ältere Dame, die im Krankenhaus aufwacht, nachdem sie aus dem Kirschbaum gefallen war. Im Krankenhaus trifft sie Eva, die damals als junges Mädchen ihre Nachbarin war. Beide Frauen werden mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und es entwickelt sich ein spannender Krimi, der bis zuletzt ausweglos scheint. Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

Und aktuell lese ich "Die Jägerin: Die Anfänge" von Nadja Losbohm. Es geht um eine junge Frau, die an ihrem 21. Geburtstag erfährt, dass sie eine Jägerin ist und die Menschen in ihrer Heimatstadt vor schrecklichen Kreaturen schützen muss. Da sie das nicht mehr allein schafft, geht sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Eine vielversprechende Story, die neugierig macht. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt.

Samstag, 30. März 2013

women-edition.de - nun ist es vorbei

So, ab sofort ist meine Literaturwebseite www.women-edition.de komplett vom Server gelöscht. Gibt man die URL ein, wird man jetzt direkt auf dieses Blog weitergeleitet.

Die Daten werde ich noch so drei bis vier Wochen speichern, für den Fall, dass irgendjemand noch irgendetwas haben will. Danach lösche ich dann alle personenbezogenen Daten der Autorinnen und Autoren, die sich mit ihrem Portrait auf meiner Seite verewigt hatten.

Danke nochmals an alle, die mitgemacht haben. Ich freue mich, wenn ihr ab nun regelmäßig hier vorbei schaut.

Frohe Ostern

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein schönes, entspanntes Osterwochenende. Passend dazu etwas Buntes aus meiner Fotokiste:


Das war vor einigen Jahren in Wiehl (Oberbergisches Land). Massenstart der Ballöner.


Loveparade 2000 in Berlin. War ein guter, wenn auch anstrengender Tag, weil ich mit zwei Kollegen mehr wegen des Fotografierens, als wegen des Feierns da war.

In diesem - farbenfrohen - Sinne, habt ein schönes, langes Wochenende!

Freitag, 29. März 2013

Erinnerungen ...


Das Bild habe ich vor einigen Jahren auf der Insel Föhr gemacht. Es war ein sehr nebliger Tag. Ich spazierte am Strand entlang und zeitweise sah ich weder das Meer noch die Uferböschung - nur den Sand vor meinen Füßen. Ein komisches Gefühl, wenn das Wasser direkt neben einem rauscht, man es aber nicht sehen kann. An dieser Stelle (Bild) rissen die Nebelschwaden ein wenig auf und zeigten mir dieses wunderbare Fleckchen Erde.

Föhr - das war mein erster und bisher letzter Urlaub, den ich allein verbrachte. Eine Woche im Februar. Ich wollte/musste es einfach mal ausprobieren, wie es ist, Urlaub mit sich selbst zu machen. Die Reise zur Insel war spannend und beschwerlich zugleich, denn ich war mit der Bahn unterwegs. Und mit einem riesigen, schweren Koffer. Schwer bepackt zu reisen, ist in überfüllten Zügen und beim Umsteigen nicht gerade bequem. Erst ab Hamburg Richtung Norden wurde die Fahrt angenehmer. Der letzte Abschnitt, mit der Fähre ab Dagebüll bis zur Insel, war mein persönliches Highlight. Ich liebe das Meer.

Der Urlaub war alles in allem eine gute Erfahrung. Ob ich jemals wieder allein Urlaub machen werde, weiß ich nicht. Doch mit der Bahn werde ich sicher nicht mehr in die Ferien fahren.

Erinnerungen ... die mir gerade einfallen, während ich am ausrümpeln bin. Spannend.

Sonntag, 24. März 2013

Rezension: Anna Rybinski "Tod auf der Schatzalp"

Als "book to go" hat die Schweizer Autorin Anna Rybinski ihre Kurzgeschichte "Tod auf der Schatzalp" im Aurora Buchverlag Berlin veröffentlicht. Ein praktisches Format für unterwegs - klein und handlich. Und eine überaus spannende Geschichte, die begeistert.

Rezension: Rainer Nocht "Himmelsmarmor"

Es ist ein Buch, das man nicht mal eben runter liest. Es ist ein Buch, das Leser tief berührt, aber nicht einfach so zurücklässt. Es ist eine Geschichte, die so wahr klingt, als würde der beste Freund sie einem gerade erzählen.

Rezension: Alisha Bionda (Hrsg.) "Heimweh eines Cyborgs"

Fiction in der Literatur kann sehr facettenreich sein - Science Fiction, Social Fiction, Dark Fiction … - und wie abwechslungsreich dieses Genre ist, davon kann man sich in der Anthologie von Alisha Bionda einen sehr guten Eindruck verschaffen. "Heimweh eines Cyborgs" heißt der dritte Band der Dark-Wor(l)ds-Reihe, die im Verlag p.machinery erschienen ist - und sowohl das gelungene Cover wie auch die Auswahl der Geschichten machen neugierig.

Rezension: Michael Starcke "tröstlich die grüne decke"

"tröstlich die grüne decke" heißt Michael Starckes neuer Lyrikband, der im Verlag Früher Vogel Bochum erschienen ist. Ein Lyrikband, der innen wie außen beeindruckt.

Freitag, 22. März 2013

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls", Band 5 "Sohn des Lichts"

Seit langer Zeit schon ranken sich Geschichten und Sagen um die irischen Elfen, die Sídhe. Doch woher stammen diese anmutigen Wesen? Ihren Ursprung erzählt Autorin Tanja Bern in ihrem fünften Band der Reihe "Die Sídhe des Kristalls". "Sohn des Lichts" heißt das Werk und bringt einen interessanten Charakter ins Spiel, durch den das Geheimnis der Sídhe gelüftet wird.

Rezension: Anthologie "Sherlock Holmes und das Druidengrab", Hrsg. Alisha Bionda

Sherlock Holmes, der wohl berühmteste Meisterdetektiv der Literaturgeschichte - er vertraut eher der Logik und seinem Verstand und würde nie etwas auf Übersinnliches oder Fantastisches geben. Oder doch? Herausgeberin Alisha Bionda wagt in ihrer Anthologie "Sherlock Holmes und das Druidengrab" die Gratwanderung zwischen klassischem Krimi und Fantasy. Herausgekommen ist eine gelungene Geschichtensammlung, die sehr lesenswert ist.

Rezension: Stefanie Philipp "Der Sohn der Amazone"

Ein bemerkenswertes Debüt ist Autorin Stefanie Philipp mit ihrem Buch "Der Sohn der Amazone" gelungen, das als Amazon Kindle Edition erschienen ist. Der historische Roman erzählt vom Leben der Amazonen, dem Volk der Freien Frauen, und setzt sich mit den Schwierigkeiten alter Glaubenssätze auseinander, die auftauchen, wenn man diese verändern möchte.

Rezension: Lola Victoria Abco "Am Ende vom Horizont"

Es sind Geschichten, die aufwühlen können, nachdenklich stimmen und die Gedanken weit fort tragen. "Am Ende vom Horizont" ist eine gut ausgewählte Sammlung von Novellen der Autorin Lola Victoria Abco, die in jeder Geschichte von Menschen erzählt, die vor mehr oder weniger schwer wiegenden Entscheidungen stehen - und diese treffen oder auch nicht. Die Autorin schafft es mit ihrem unverkennbaren Stil, ihre Leser sofort in die Geschichten zu ziehen. Man ist dabei und kann als stummer Teilhaber die Protagonisten auf ihren Gefühlsreisen begleiten.

Rezension: Florian Freistetter "2012 - Keine Panik"

"Schatz, bestell' die Zeitung ab, der Weltuntergang kommt!" - Natürlich geht die Welt nicht unter - wer das nicht glauben kann oder will, der sollte mal Florian Freistetters Roman "2012 - Keine Panik" lesen. Der Jenaer Astronom hat nämlich verschiedene Hiobsbotschaften rund um den 21.12.2012 gesammelt, genauer betrachtet und widerlegt: wissenschaftlich, logisch, mit gesundem Menschenverstand.

Rezension: Dietmar Ostwald "Aktion Kornblume"

Minimalisiert auf einen Augenblick der deutschen Geschichte wird menschliche Charakterlosigkeit serviert. "Aktion Kornblume" heißt das Theaterstück von Dietmar Ostwald, dass ein Thema ins Scheinwerferlicht zerrt, dass mancher lieber vergessen mag: Spitzelei und Verrat in der ehemaligen DDR.

Rezension: Thorsten Dörp "aufgeschluckt!"

Dieses Buch kann einen schon ein wenig wahnsinnig machen. Thorsten Dörps Roman "aufgeschluckt!" ist irre - irre komisch.

Montag, 18. März 2013

Rezension: Lola Victoria Abco "Mord! Elviras Weg zum Buddhismus"

Ist Mord ihr Hobby? Nein, nein - sie tut doch nur, was eine Frau tun muss. In ihrem Krimi "Mord! Elviras Weg zum Buddhismus" stellt Autorin Lola Victoria Abco eine außergewöhnliche Protagonistin vor. Elvira Winniefried.

Rezension: Angelika Stephan "Entflammtes Herz"

„In jedem Augenblick des Lebens sind wir dem Facettenreichtum unserer Gefühle ausgeliefert.“ Und das ist es, was Autorin und Malerin Angelika Stephan fasziniert und inspiriert. Mit ihrer Anthologie „Entflammtes Herz“ hat die Autorin jetzt eine interessante Mischung verschiedenster Gefühlswelten veröffentlicht, die sie in Gedichten, Aphorismen und Kurzgeschichten betrachtet hat.

Rezension: Lola Victoria Abco "Unheilvolle Bekanntschaften"

„Unheilvolle Bekanntschaften“ heißt die schaurig-schöne Kurzgeschichtensammlung von Autorin Lola Victoria Abco. Das Buch ist im pirat-verlag erschienen.

Rezension: Ina Tomec "Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels"

Ein historisch interessantes und zugleich spannendes Werk hat Autorin Ina Tomec jetzt veröffentlicht. Mit ihrem Debütroman „Ayleva – Die Reise im Licht des Nebels“ entführt die Autorin ins Ruhrgebiet des 13. Jahrhunderts und beeindruckt mit einer spannenden Geschichte und gut recherchierten historischen Hintergründen.

Lesenswertes IV

Mal wieder eine kleine Leseempfehlung so am Rande:

  • Theodor Storm "Briefe an seine Braut" - Ich habe eine Ausgabe von 1922 mit Bleistift-Anmerkungen eines ehemaligen Lesers. Leider kann ich Sütterlin-Schreibschrift nicht lesen. Schade. Wäre sehr interessant gewesen, was derjenige da hinterlassen hat.
  • Patrick Rothfuss "Die Furcht des Weisen" - Ich erwähnte es bereits. Dieser Band ist in zwei Bücher aufgeteilt. Das erste hat mich bereits gefesselt und da ich in den letzten Wochen viel Zeit zum lesen hatte, habe ich mir das zweite Buch schicken lassen und darin klebe ich momentan fest. Der Autor ist einfach klasse. Ich wünschte, ich könnte so lebendig schreiben ...
  • Terry Pratchett "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" - Ein geniales Werk eines genialen Autors. Ich mag seine Scheibenwelt einfach. In diesem Buch nimmt er den Fußball auf die Schippe und - weil es so schön ist - gleich die Modewelt noch dazu. Fantastisch!
 Ansonsten warten noch ein paar Werke in meiner Pipeline.

Sonntag, 17. März 2013

Rezension: Rainer Nocht "Ankerzurren"

Es ist eine bewegende Geschichte, die recht viele Klischee-Schubladen aufreißt und diese dann durcheinander wirbelt. „Ankerzurren“ heißt der Roman von Rainer Nocht, erschienen im Verlag Edition Thaleia. Das Werk räumt nicht auf mit uralten Denkmustern, sondern gibt ihnen eine neue Richtung, eine Chance, die Dinge genauer zu betrachten, um sie mit anderen Augen zu sehen.

Rezension: Sonja Chlapek "Die zehn Elemente"

Stell dir vor – ein Gedanke von dir lässt alles um dich herum gefrieren, ein kräftiger Tritt auf den Boden und die Erde erzittert, mit Gedankenkraft kannst du Gegenstände bewegen, deine Hände formen Feuerkugeln, ohne dich zu verbrennen. Dabei bist du ein ganz normaler Teenager. Fantastisch und doch so real ist die Welt, die Jung-Autorin Sonja Chlapek in ihrem Debüt-Roman „Die zehn Elemente“ geschaffen hat. Sie hat eine Geschichte entwickelt, die einen in den Bann zieht.

Rezension: Ulli Engelbrecht "Samtcord, Strass & Soundgewitter"

Let´s rock, baby! Mit „Samtcord, Strass & Soundgewitter“ ist Autor Ulli Engelbrecht ein genialer Wurf gelungen. Auf dem Cover des „Lesebuchs“ prangt einem der Tonabnehmerkopf eines (wahrscheinlich) alten Plattenspielers entgegen. Zwischen den Buchdeckeln wird der Leser gleich rein gezogen in die Musikwelt der 70er und 80er. „Mensch, weißt du noch …!“

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls - Der Weg des Königs"

Mit „Der Weg des Königs“ veröffentlichte die Gelsenkirchener Autorin Tanja Bern jetzt den vierten Band ihrer Elfensaga „Die Sidhe des Kristalls“ und entführt ihre Leser weit zurück in die Vergangenheit.

Samstag, 16. März 2013

Zwischenbericht

Irgendwie fühle ich mich im Moment wie ein Eichhörnchen. Ich buddele an alten Plätzen kleine Schätze aus und bringe sie hier her, ins neue Heim. :-) REZENSIONEN-ALARM! Das ist eine Menge Arbeit, weil sich über die Zeit einiges angesammelt hat - dennoch macht es Spaß, denn ich will sie ja alle erhalten. Nun ja, die Freizeitbeschäftigung der nächsten Abende ist somit geregelt.

Und wenn das geschafft ist, hab ich wieder Luft für mehr - und ich freu mich dann auf neue Rezensionsexemplare (einige liegen schon bereit).

Rezension: Michael Starcke "ich schreibe wörter mensch"

"ich schreibe wörter mensch" – neuestes Werk des Bochumer Lyrikers Michael Starcke – berührt nicht nur die Seele, seine Worte kommunizieren mit dem Innersten.

Rezension: Angie Pfeiffer "Ruhrpottliebe"

Gelsenkirchen in den 70ern. Elisa macht ihre Ausbildung zur Bürokauffrau bei einem Opelhändler und wartet auf die große Liebe. Doch dann entwickelt sich alles ganz anders.

Rezension: Kathy Nik "Der Geist in Theaterlaune"

Eine „Anleitung zum Glücklichsein“ - ja, so könnte man das Buch von Kathy Nik durchaus beschreiben. Mit ihrem Werk „Der Geist in Theaterlaune“ lässt die Mülheimer Autorin die Leser tief in ihre Seele blicken und zeigt, wie einfach es sein kann, auch in Zeiten der Not glücklich zu sein – wenn man es wirklich will.

Rezension: Hrsg. Hugo Ernst Käufer und Rainer Küster "In Worten zuhause - der Lyriker Michael Starcke"

Der Bochumer Lyriker Michael Starcke ist 60 Jahre alt geworden. Mit einem umfangreichen Gratulationsbuch zum Geburtstag am 19. Dezember 2009 würdigten zahlreiche Autorinnen und Autoren sein literarisches Schaffen.

Rezension: Margit Kruse "Im Schatten des Turmes"

"Im Schatten des Turmes" heißt Margit Kruses autobiografisches Werk, in dem sie die 60er und 70er Jahre im Ruhrgebiet wieder aufleben lässt. In einzelnen Episoden lässt sie die alten Zeiten noch einmal Revue passieren und weckt durch immer wieder eingestreute kleine Details Erinnerung bei denen, die ebenfalls im "Pott" groß geworden sind. 

Freitag, 15. März 2013

Rezension: Gitta Becker "Gänseblümchen"

Es ist eine Geschichte, die berührt und unter die Haut geht. Sicher ist sie vielen Familien bekannt – aus ihrer eigenen Sicht. Andere können sich dies kaum vorstellen, da sie von solchen Erfahrungen gänzlich unberührt blieben. Gitta Beckers „Gänseblümchen“ ist eine sehr persönliche Autobiografie, die vom Leben ihrer Familie mit einem behinderten Kind erzählt. Es ist eine Geschichte, die in Liebe erzählt wurde – der Untertitel heißt: „Mein glückliches Leben mit meinem behinderten Sohn“. Die Diagnose muss die Familie hart getroffen haben: Sohn Andreas hat eine schwere Form der Epilepsie und dazu eine 100-prozentige geistige Behinderung. In ihrem Buch beschreibt die Autorin, wie die Familie mit Andreas´ Krankheit umgehen lernte und sich dafür entschied, ihrem erwachsenen Sohn trotz Behinderung ein von der Familie unabhängiges Leben zu bieten, „wie es jeder Mensch verdient hat“.

Rezension: Tanja Bern „Die Sídhe des Kristalls“ - Bände II und III

Bereits im ersten Band ihrer Fantasy-Reihe „Die Sídhe des Kristalls“ hat die aus Gelsenkirchen stammende Autorin Tanja Bern schriftstellerisches Talent bewiesen. Jetzt legte sie den zweiten und dritten Teil in einem Band nach und zieht ihre Leser immer tiefer in die Welt der irischen Mythen hinein.

Rezension: Christine Sylvester "Muschebubu"

Eine Kommissarin sitzt im Zug nach Dresden. Sie war auf einem Seminar zum Thema Korruptionsprävention und wollte eigentlich nur in Ruhe nach Hause fahren. Wenn da nicht diese nervige Mitreisende wäre, die unentwegt plaudert und Dinge aus ihrem Leben erzählt, die die Polizistin gar nicht wissen will. Die Beamtin schafft es, dennoch ein wenig zu schlafen und als sie kurz vor Dresden aufwacht, ist jene Mitreisende tot. Wie geht das? Wie kann man einen Menschen neben einer schlafenden Polizistin ermorden? Das habe ich mich gefragt, als ich die ersten Seiten von Christine Sylvesters Roman „Muschebubu“ gelesen habe und wollte es einfach wissen. Die Autorin schaffte mit dieser Episode einen herrlichen Einstieg in einen spannenden Krimi, der einen bis zum Schluss nicht mehr los lässt.

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls" Band I: "Das Tal im Nebel"

Irlands Natur, seine Mythen und Sagen von Elfen, Feen und Trollen üben seit jeher eine Faszination auf viele Menschen aus. Autorin Tanja Bern hat sich von diesem Land verzaubern und inspirieren lassen und mit „Das Tal im Nebel“ ein beeindruckendes literarisches Werk geschaffen. Der über 300 Seiten lange Roman ist der erste Band der Fantasy-Reihe „Die Sídhe des Kristalls“ und Vorsicht: er macht süchtig. Süchtig nach mehr Geschichten über die legendären Elfen Irlands, die Sídhe.

Rezension: Marlene Geselle "Ratten in Heinsberg / Mordbrand"

Hexen, Räuberbanden und merkwürdige Mordfälle beschäftigen Benedikt von Luchtenberg, der als Sendgraf auf Befehl des Erzbischofs den Posten eines Kriminalkommissars inne hat und für Recht und Ordnung sorgen muss. In ihrem historischen Krimidoppel „Ratten von Heinsberg“ und „Mordbrand“ entwickelte Autorin Marlene Geselle eine Figur, die manchmal ein wenig an den etwas tollpatschig wirkenden Columbo erinnert.

Sonntag, 3. März 2013

Sehnsucht nach dem Meer

Der Februar war heftig und ich könnte jetzt einen Kurzurlaub an der Nordsee vertragen. Aber wie das halt so ist: es geht nicht immer genau dann, wann man es will.

Das war damals auf der Insel Föhr - im Februar - eine schöne Zeit. (Foto: K. Zill)
So ist das Leben. :-)

Freitag, 1. März 2013

Rezension: Jutta Ouwens "Die Zeitmeisterin"

Die Geschichte ist fiktiv und dennoch ist sie wahr und gerade das ist es, was mich an Jutta Ouwens „Die Zeitmeisterin“ sehr bewegt hat. Das Thema des Romans ist hart und wäre für manchen Menschen sicher schwer in passende Worte zu fassen. Erzählt werden die Erinnerungen einer Frau, die als kleines Mädchen von der Mutter geschlagen und vom Vater sexuell missbraucht wurde. Jutta Ouwens schafft es, mit einfühlsamen und klaren Worten, das Unfassbare zu schildern – ohne Anklage, ohne Verurteilung. Sehr sachlich erzählt sie die Geschichte ihrer Heldin und überlässt es dem Leser, seine eigenen Gefühle wahrzunehmen und sein eigenes Urteil zu fällen.

Rezension: Thorsten Dörp "Wegen Julia"

„Wegen Julia“ heißt der Debütroman des Hamburger Autoren Thorsten Dörp, ein großartiges Werk über die Liebe und das Leben. Der Roman besticht durch die gekonnte Synergie von Witz und Ernsthaftigkeit, sorgfältig ausgearbeitete Charaktere und ist eine unterhaltsame Lektüre mit sehr viel Tiefgang. Die Schauplätze der Geschichte hat Dörp sehr realistisch und mit hohem Wiedererkennungswert gezeichnet.

Rezension: Marlen Haushofer "Die Wand"

Wenn ich mir vorstelle, der einzige Mensch auf der Erde zu sein, dann erschauere ich. Ein unheimlicher Gedanke. Betrachtet man allerdings mal nüchtern die Idee, den Stoff, der dahinter steckt, dann ist es schon wieder genial und ich danke Marlen Haushofer, die in ihrem Roman „Die Wand“ diese Idee aufgegriffen und zu einer gruselig-spannenden Geschichte gesponnen hat.
Die Protagonistin, deren Name im ganzen Buch nicht genannt wird, findet sich eines Morgens völlig allein in einer Hütte im Wald wieder. Ihre Freunde sind vom abendlichen Ausflug in den Ort nicht zurück gekehrt, lediglich die Katze und der Hund sind noch da. Die Ursache für diese erzwungene Einsamkeit findet die Protagonistin schnell, als sie beim Ausflug ins Tal gegen eine unsichtbare Wand stößt. Dahinter ist alles tot. In der Ferne sieht sie einen Mann auf seiner Bank vorm Haus sitzen, regungslos, leblos. Gespenstisch.

Samstag, 2. Februar 2013

... hältst du die Augen stets offen ...


Rezension: Heide Floor "Tanz ins letzte Drittel"

Alt werden wir alle, irgendwann. Und jeder von uns verbindet andere Erwartungen und vielleicht auch Vorurteile mit dem Alter. Alt und grau, krank und dem Tod ein Stück näher. Doch alt sein ist nicht nur bestimmt von beängstigenden Vorstellungen über das nahende Ende, im Gegenteil: der Spaß am Leben muss noch nicht in eine Schublade gelegt werden, er darf gefeiert werden! Das ging mir durch den Kopf, als ich „Tanz ins letzte Drittel“ von Heide Floor gelesen habe und es hat mich sehr gefreut. Der Erstling der Göttinger Autorin sprüht vor lauter Lebenslust.

Rezension: Gitta Becker "Das Rosenspiel"

Hat irgendwer schon mal seine Frau betrogen? Männer, ihr solltet es besser nicht tun, denn frau durchschaut euch schneller, als euch lieb ist. Männer verraten sich grundsätzlich, Männer wollen die Wahrheit nicht sehen, Männer glauben fest an den Mythos, dass sich schon alles von allein regelt. Solch ein Kerl ist jedenfalls der Mann von Susanne, Romanheldin von Gitta Beckers Erstling „Das Rosenspiel“.

Rezension: Arto Paasilinna "Die Giftköchin"

Arto Paasilinna ist und bleibt mein Geheimtipp. Nachdem ich schon in „Der Sommer der lachenden Kühe“ von seinem subtilen Humor eingefangen wurde, traf sein Roman „Die Giftköchin“ erneut ins Schwarze. Herzerfrischende Komik, ausgeklügelte Story, der Finne weiß seine Leser zu vergnügen.
Es ist die Geschichte der Offizierswitwe Linnea Ravaska, die eigentlich ein beschauliches Leben in ihrem kleinen Häuschen auf dem Lande führen könnte, wären da nicht ihr gewalttätiger und dreister Neffe Kake Nyyssönen und seine beiden Saufkumpane. Der 30-Jährige Finne hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, allmonatlich die alte Dame zu schröpfen und ihr ihre magere Rente abzunehmen. Er war der Meinung, dass ihm das sehr wohl zustand, denn er war schließlich jung und brauchte das Geld. Und er war der Pflegesohn Linneas und um die Verwandtschaft hatte man sich eben aufopfernd zu kümmern.

Freitag, 1. Februar 2013

Rezension: Bauer / Lewinski "Powerfrauen betrügt man nicht"

Einen exzellenten Start hat das Autorenduo Bauer/Lewinski mit dem Debütroman „Powerfrauen betrügt man nicht“ hingelegt. Es ist ein packender Wirtschaftskrimi, der einem den Schlaf und die Nerven raubt. Kapitel für Kapitel geht es hinein in einen Sumpf voller Liebe, Leidenschaft, Betrug und Mord. Spannung pur – und das bis zum Schluss. Man kann nie wirklich erraten, welche Wendung die Geschichte gerade nehmen wird und ist dem Kalkül der beiden Autorinnen hilflos ausgeliefert. Meisterlich!

Rezension: Willy Russell "Der Fliegenfänger"

Noch nie habe ich einen so guten Roman gelesen. Ich war mittendrin. Die ganze Zeit war ich mit Raymond zusammen unterwegs, in seiner Vergangenheit und Gegenwart. Wahnsinn!

Es sind eigentlich nur Briefe, lange Briefe, Briefe an Morrissey zwischen zwei Buchdeckel gepresst. Doch eigentlich sind es nicht einfach nur Briefe. Das Ganze ist eine Geschichte, die unter die Haut geht, die einem aus der Haut fahren lässt, die Tränen und Lächeln gleichermaßen hervorruft. Eine unglaublich Geschichte, die sich so wahr anfühlt, dass man hinaus schreien möchte: Warum, warum nur hat denn niemand zugehört? Wieso hat diesem Jungen niemand ins Herz gesehen? Sind wir Menschen manchmal so oberflächlich, so fest in unseren Strukturen verwachsen, dass wir nicht merken, wenn wir ein Lebewesen falsch beurteilen? Verurteilen?

Rezension: Banana Yoshimoto "Kitchen"

Tod, Abschied, Einsamkeit – Banana Yoshimotos „Kitchen“ dreht sich genau um diese Themen und ist dennoch kein Roman, der deprimiert oder pausenlos auf die Tränendrüsen drückt. Die Autorin spricht die Herzen ihrer Leser an und vermittelt auf unschuldig leichtfüßige Weise, dass es immer weiter geht im Leben. Schließt sich eine Tür, so öffnet sich eine neue. Verloren sein und Wiederfinden, Unsicherheit und Liebe, Gefühlsachterbahnen, die jeder kennt und mit denen sich jeder identifizieren kann. Und genau diese Identifikation mit den so authentisch wirkenden Geschichten schafft die Autorin mit ihrem unverkennbaren Stil.

Wie es weiter geht ...

Nachdem ich im letzten Jahr damit beschäftigt war, meine Webseite komplett neu zu gestalten, werfe ich jetzt alles über den Haufen. Warum? Mein Schreibnetzwerk women´s edition ist noch immer nicht im Web 2.0 angekommen. Alt. Verstaubt. Unflexibel. Steif. Mir fallen da sicherlich noch viele Beschreibungen ein.


Kurzum - ich habe mich entschlossen, die Seite in der nächsten Zeit zu schließen. Der Blog hier bleibt und wird die neue Heimat für die bereits verfassten Rezensionen, eigene Gedichte, eventuell auch die eine oder ander Kurzgeschichte von mir und Infos zu meinen Büchern.

Mir fehlt einfach die Zeit und Muse, aus dem SchreibNetz das zu machen, was es braucht, ein modernes Netzwerk für Autoren zu sein. Ein Portal mit Anmeldefunktion, in dem sich Autoren selbst veröffentlichen und austauschen können - ja, das wäre es gewesen. Ein Netzwerk, das lebt, und nicht einfach so vor sich hin vegetiert. Ich habe nicht die Kapazitäten, solch ein Netzwerk zu pflegen.

Deshalb naht die große Veränderung unaufhaltsam. Ich werde sehr, sehr gern weiterhin Bücher lesen und Rezensionen schreiben. Die Rezis, die bereits auf women´s edition erschienen sind, poste ich hier nach und nach - damit sie im Netz bleiben. Neue werden hinzukommen.

So weit, so gut. Alles weitere folgt ...