Samstag, 30. März 2013

women-edition.de - nun ist es vorbei

So, ab sofort ist meine Literaturwebseite www.women-edition.de komplett vom Server gelöscht. Gibt man die URL ein, wird man jetzt direkt auf dieses Blog weitergeleitet.

Die Daten werde ich noch so drei bis vier Wochen speichern, für den Fall, dass irgendjemand noch irgendetwas haben will. Danach lösche ich dann alle personenbezogenen Daten der Autorinnen und Autoren, die sich mit ihrem Portrait auf meiner Seite verewigt hatten.

Danke nochmals an alle, die mitgemacht haben. Ich freue mich, wenn ihr ab nun regelmäßig hier vorbei schaut.

Frohe Ostern

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein schönes, entspanntes Osterwochenende. Passend dazu etwas Buntes aus meiner Fotokiste:


Das war vor einigen Jahren in Wiehl (Oberbergisches Land). Massenstart der Ballöner.


Loveparade 2000 in Berlin. War ein guter, wenn auch anstrengender Tag, weil ich mit zwei Kollegen mehr wegen des Fotografierens, als wegen des Feierns da war.

In diesem - farbenfrohen - Sinne, habt ein schönes, langes Wochenende!

Freitag, 29. März 2013

Erinnerungen ...


Das Bild habe ich vor einigen Jahren auf der Insel Föhr gemacht. Es war ein sehr nebliger Tag. Ich spazierte am Strand entlang und zeitweise sah ich weder das Meer noch die Uferböschung - nur den Sand vor meinen Füßen. Ein komisches Gefühl, wenn das Wasser direkt neben einem rauscht, man es aber nicht sehen kann. An dieser Stelle (Bild) rissen die Nebelschwaden ein wenig auf und zeigten mir dieses wunderbare Fleckchen Erde.

Föhr - das war mein erster und bisher letzter Urlaub, den ich allein verbrachte. Eine Woche im Februar. Ich wollte/musste es einfach mal ausprobieren, wie es ist, Urlaub mit sich selbst zu machen. Die Reise zur Insel war spannend und beschwerlich zugleich, denn ich war mit der Bahn unterwegs. Und mit einem riesigen, schweren Koffer. Schwer bepackt zu reisen, ist in überfüllten Zügen und beim Umsteigen nicht gerade bequem. Erst ab Hamburg Richtung Norden wurde die Fahrt angenehmer. Der letzte Abschnitt, mit der Fähre ab Dagebüll bis zur Insel, war mein persönliches Highlight. Ich liebe das Meer.

Der Urlaub war alles in allem eine gute Erfahrung. Ob ich jemals wieder allein Urlaub machen werde, weiß ich nicht. Doch mit der Bahn werde ich sicher nicht mehr in die Ferien fahren.

Erinnerungen ... die mir gerade einfallen, während ich am ausrümpeln bin. Spannend.

Sonntag, 24. März 2013

Rezension: Anna Rybinski "Tod auf der Schatzalp"

Als "book to go" hat die Schweizer Autorin Anna Rybinski ihre Kurzgeschichte "Tod auf der Schatzalp" im Aurora Buchverlag Berlin veröffentlicht. Ein praktisches Format für unterwegs - klein und handlich. Und eine überaus spannende Geschichte, die begeistert.

Rezension: Rainer Nocht "Himmelsmarmor"

Es ist ein Buch, das man nicht mal eben runter liest. Es ist ein Buch, das Leser tief berührt, aber nicht einfach so zurücklässt. Es ist eine Geschichte, die so wahr klingt, als würde der beste Freund sie einem gerade erzählen.

Rezension: Alisha Bionda (Hrsg.) "Heimweh eines Cyborgs"

Fiction in der Literatur kann sehr facettenreich sein - Science Fiction, Social Fiction, Dark Fiction … - und wie abwechslungsreich dieses Genre ist, davon kann man sich in der Anthologie von Alisha Bionda einen sehr guten Eindruck verschaffen. "Heimweh eines Cyborgs" heißt der dritte Band der Dark-Wor(l)ds-Reihe, die im Verlag p.machinery erschienen ist - und sowohl das gelungene Cover wie auch die Auswahl der Geschichten machen neugierig.

Rezension: Michael Starcke "tröstlich die grüne decke"

"tröstlich die grüne decke" heißt Michael Starckes neuer Lyrikband, der im Verlag Früher Vogel Bochum erschienen ist. Ein Lyrikband, der innen wie außen beeindruckt.

Freitag, 22. März 2013

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls", Band 5 "Sohn des Lichts"

Seit langer Zeit schon ranken sich Geschichten und Sagen um die irischen Elfen, die Sídhe. Doch woher stammen diese anmutigen Wesen? Ihren Ursprung erzählt Autorin Tanja Bern in ihrem fünften Band der Reihe "Die Sídhe des Kristalls". "Sohn des Lichts" heißt das Werk und bringt einen interessanten Charakter ins Spiel, durch den das Geheimnis der Sídhe gelüftet wird.

Rezension: Anthologie "Sherlock Holmes und das Druidengrab", Hrsg. Alisha Bionda

Sherlock Holmes, der wohl berühmteste Meisterdetektiv der Literaturgeschichte - er vertraut eher der Logik und seinem Verstand und würde nie etwas auf Übersinnliches oder Fantastisches geben. Oder doch? Herausgeberin Alisha Bionda wagt in ihrer Anthologie "Sherlock Holmes und das Druidengrab" die Gratwanderung zwischen klassischem Krimi und Fantasy. Herausgekommen ist eine gelungene Geschichtensammlung, die sehr lesenswert ist.

Rezension: Stefanie Philipp "Der Sohn der Amazone"

Ein bemerkenswertes Debüt ist Autorin Stefanie Philipp mit ihrem Buch "Der Sohn der Amazone" gelungen, das als Amazon Kindle Edition erschienen ist. Der historische Roman erzählt vom Leben der Amazonen, dem Volk der Freien Frauen, und setzt sich mit den Schwierigkeiten alter Glaubenssätze auseinander, die auftauchen, wenn man diese verändern möchte.

Rezension: Lola Victoria Abco "Am Ende vom Horizont"

Es sind Geschichten, die aufwühlen können, nachdenklich stimmen und die Gedanken weit fort tragen. "Am Ende vom Horizont" ist eine gut ausgewählte Sammlung von Novellen der Autorin Lola Victoria Abco, die in jeder Geschichte von Menschen erzählt, die vor mehr oder weniger schwer wiegenden Entscheidungen stehen - und diese treffen oder auch nicht. Die Autorin schafft es mit ihrem unverkennbaren Stil, ihre Leser sofort in die Geschichten zu ziehen. Man ist dabei und kann als stummer Teilhaber die Protagonisten auf ihren Gefühlsreisen begleiten.

Rezension: Florian Freistetter "2012 - Keine Panik"

"Schatz, bestell' die Zeitung ab, der Weltuntergang kommt!" - Natürlich geht die Welt nicht unter - wer das nicht glauben kann oder will, der sollte mal Florian Freistetters Roman "2012 - Keine Panik" lesen. Der Jenaer Astronom hat nämlich verschiedene Hiobsbotschaften rund um den 21.12.2012 gesammelt, genauer betrachtet und widerlegt: wissenschaftlich, logisch, mit gesundem Menschenverstand.

Rezension: Dietmar Ostwald "Aktion Kornblume"

Minimalisiert auf einen Augenblick der deutschen Geschichte wird menschliche Charakterlosigkeit serviert. "Aktion Kornblume" heißt das Theaterstück von Dietmar Ostwald, dass ein Thema ins Scheinwerferlicht zerrt, dass mancher lieber vergessen mag: Spitzelei und Verrat in der ehemaligen DDR.

Rezension: Thorsten Dörp "aufgeschluckt!"

Dieses Buch kann einen schon ein wenig wahnsinnig machen. Thorsten Dörps Roman "aufgeschluckt!" ist irre - irre komisch.

Montag, 18. März 2013

Rezension: Lola Victoria Abco "Mord! Elviras Weg zum Buddhismus"

Ist Mord ihr Hobby? Nein, nein - sie tut doch nur, was eine Frau tun muss. In ihrem Krimi "Mord! Elviras Weg zum Buddhismus" stellt Autorin Lola Victoria Abco eine außergewöhnliche Protagonistin vor. Elvira Winniefried.

Rezension: Angelika Stephan "Entflammtes Herz"

„In jedem Augenblick des Lebens sind wir dem Facettenreichtum unserer Gefühle ausgeliefert.“ Und das ist es, was Autorin und Malerin Angelika Stephan fasziniert und inspiriert. Mit ihrer Anthologie „Entflammtes Herz“ hat die Autorin jetzt eine interessante Mischung verschiedenster Gefühlswelten veröffentlicht, die sie in Gedichten, Aphorismen und Kurzgeschichten betrachtet hat.

Rezension: Lola Victoria Abco "Unheilvolle Bekanntschaften"

„Unheilvolle Bekanntschaften“ heißt die schaurig-schöne Kurzgeschichtensammlung von Autorin Lola Victoria Abco. Das Buch ist im pirat-verlag erschienen.

Rezension: Ina Tomec "Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels"

Ein historisch interessantes und zugleich spannendes Werk hat Autorin Ina Tomec jetzt veröffentlicht. Mit ihrem Debütroman „Ayleva – Die Reise im Licht des Nebels“ entführt die Autorin ins Ruhrgebiet des 13. Jahrhunderts und beeindruckt mit einer spannenden Geschichte und gut recherchierten historischen Hintergründen.

Lesenswertes IV

Mal wieder eine kleine Leseempfehlung so am Rande:

  • Theodor Storm "Briefe an seine Braut" - Ich habe eine Ausgabe von 1922 mit Bleistift-Anmerkungen eines ehemaligen Lesers. Leider kann ich Sütterlin-Schreibschrift nicht lesen. Schade. Wäre sehr interessant gewesen, was derjenige da hinterlassen hat.
  • Patrick Rothfuss "Die Furcht des Weisen" - Ich erwähnte es bereits. Dieser Band ist in zwei Bücher aufgeteilt. Das erste hat mich bereits gefesselt und da ich in den letzten Wochen viel Zeit zum lesen hatte, habe ich mir das zweite Buch schicken lassen und darin klebe ich momentan fest. Der Autor ist einfach klasse. Ich wünschte, ich könnte so lebendig schreiben ...
  • Terry Pratchett "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" - Ein geniales Werk eines genialen Autors. Ich mag seine Scheibenwelt einfach. In diesem Buch nimmt er den Fußball auf die Schippe und - weil es so schön ist - gleich die Modewelt noch dazu. Fantastisch!
 Ansonsten warten noch ein paar Werke in meiner Pipeline.

Sonntag, 17. März 2013

Rezension: Rainer Nocht "Ankerzurren"

Es ist eine bewegende Geschichte, die recht viele Klischee-Schubladen aufreißt und diese dann durcheinander wirbelt. „Ankerzurren“ heißt der Roman von Rainer Nocht, erschienen im Verlag Edition Thaleia. Das Werk räumt nicht auf mit uralten Denkmustern, sondern gibt ihnen eine neue Richtung, eine Chance, die Dinge genauer zu betrachten, um sie mit anderen Augen zu sehen.

Rezension: Sonja Chlapek "Die zehn Elemente"

Stell dir vor – ein Gedanke von dir lässt alles um dich herum gefrieren, ein kräftiger Tritt auf den Boden und die Erde erzittert, mit Gedankenkraft kannst du Gegenstände bewegen, deine Hände formen Feuerkugeln, ohne dich zu verbrennen. Dabei bist du ein ganz normaler Teenager. Fantastisch und doch so real ist die Welt, die Jung-Autorin Sonja Chlapek in ihrem Debüt-Roman „Die zehn Elemente“ geschaffen hat. Sie hat eine Geschichte entwickelt, die einen in den Bann zieht.

Rezension: Ulli Engelbrecht "Samtcord, Strass & Soundgewitter"

Let´s rock, baby! Mit „Samtcord, Strass & Soundgewitter“ ist Autor Ulli Engelbrecht ein genialer Wurf gelungen. Auf dem Cover des „Lesebuchs“ prangt einem der Tonabnehmerkopf eines (wahrscheinlich) alten Plattenspielers entgegen. Zwischen den Buchdeckeln wird der Leser gleich rein gezogen in die Musikwelt der 70er und 80er. „Mensch, weißt du noch …!“

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls - Der Weg des Königs"

Mit „Der Weg des Königs“ veröffentlichte die Gelsenkirchener Autorin Tanja Bern jetzt den vierten Band ihrer Elfensaga „Die Sidhe des Kristalls“ und entführt ihre Leser weit zurück in die Vergangenheit.

Samstag, 16. März 2013

Zwischenbericht

Irgendwie fühle ich mich im Moment wie ein Eichhörnchen. Ich buddele an alten Plätzen kleine Schätze aus und bringe sie hier her, ins neue Heim. :-) REZENSIONEN-ALARM! Das ist eine Menge Arbeit, weil sich über die Zeit einiges angesammelt hat - dennoch macht es Spaß, denn ich will sie ja alle erhalten. Nun ja, die Freizeitbeschäftigung der nächsten Abende ist somit geregelt.

Und wenn das geschafft ist, hab ich wieder Luft für mehr - und ich freu mich dann auf neue Rezensionsexemplare (einige liegen schon bereit).

Rezension: Michael Starcke "ich schreibe wörter mensch"

"ich schreibe wörter mensch" – neuestes Werk des Bochumer Lyrikers Michael Starcke – berührt nicht nur die Seele, seine Worte kommunizieren mit dem Innersten.

Rezension: Angie Pfeiffer "Ruhrpottliebe"

Gelsenkirchen in den 70ern. Elisa macht ihre Ausbildung zur Bürokauffrau bei einem Opelhändler und wartet auf die große Liebe. Doch dann entwickelt sich alles ganz anders.

Rezension: Kathy Nik "Der Geist in Theaterlaune"

Eine „Anleitung zum Glücklichsein“ - ja, so könnte man das Buch von Kathy Nik durchaus beschreiben. Mit ihrem Werk „Der Geist in Theaterlaune“ lässt die Mülheimer Autorin die Leser tief in ihre Seele blicken und zeigt, wie einfach es sein kann, auch in Zeiten der Not glücklich zu sein – wenn man es wirklich will.

Rezension: Hrsg. Hugo Ernst Käufer und Rainer Küster "In Worten zuhause - der Lyriker Michael Starcke"

Der Bochumer Lyriker Michael Starcke ist 60 Jahre alt geworden. Mit einem umfangreichen Gratulationsbuch zum Geburtstag am 19. Dezember 2009 würdigten zahlreiche Autorinnen und Autoren sein literarisches Schaffen.

Rezension: Margit Kruse "Im Schatten des Turmes"

"Im Schatten des Turmes" heißt Margit Kruses autobiografisches Werk, in dem sie die 60er und 70er Jahre im Ruhrgebiet wieder aufleben lässt. In einzelnen Episoden lässt sie die alten Zeiten noch einmal Revue passieren und weckt durch immer wieder eingestreute kleine Details Erinnerung bei denen, die ebenfalls im "Pott" groß geworden sind. 

Freitag, 15. März 2013

Rezension: Gitta Becker "Gänseblümchen"

Es ist eine Geschichte, die berührt und unter die Haut geht. Sicher ist sie vielen Familien bekannt – aus ihrer eigenen Sicht. Andere können sich dies kaum vorstellen, da sie von solchen Erfahrungen gänzlich unberührt blieben. Gitta Beckers „Gänseblümchen“ ist eine sehr persönliche Autobiografie, die vom Leben ihrer Familie mit einem behinderten Kind erzählt. Es ist eine Geschichte, die in Liebe erzählt wurde – der Untertitel heißt: „Mein glückliches Leben mit meinem behinderten Sohn“. Die Diagnose muss die Familie hart getroffen haben: Sohn Andreas hat eine schwere Form der Epilepsie und dazu eine 100-prozentige geistige Behinderung. In ihrem Buch beschreibt die Autorin, wie die Familie mit Andreas´ Krankheit umgehen lernte und sich dafür entschied, ihrem erwachsenen Sohn trotz Behinderung ein von der Familie unabhängiges Leben zu bieten, „wie es jeder Mensch verdient hat“.

Rezension: Tanja Bern „Die Sídhe des Kristalls“ - Bände II und III

Bereits im ersten Band ihrer Fantasy-Reihe „Die Sídhe des Kristalls“ hat die aus Gelsenkirchen stammende Autorin Tanja Bern schriftstellerisches Talent bewiesen. Jetzt legte sie den zweiten und dritten Teil in einem Band nach und zieht ihre Leser immer tiefer in die Welt der irischen Mythen hinein.

Rezension: Christine Sylvester "Muschebubu"

Eine Kommissarin sitzt im Zug nach Dresden. Sie war auf einem Seminar zum Thema Korruptionsprävention und wollte eigentlich nur in Ruhe nach Hause fahren. Wenn da nicht diese nervige Mitreisende wäre, die unentwegt plaudert und Dinge aus ihrem Leben erzählt, die die Polizistin gar nicht wissen will. Die Beamtin schafft es, dennoch ein wenig zu schlafen und als sie kurz vor Dresden aufwacht, ist jene Mitreisende tot. Wie geht das? Wie kann man einen Menschen neben einer schlafenden Polizistin ermorden? Das habe ich mich gefragt, als ich die ersten Seiten von Christine Sylvesters Roman „Muschebubu“ gelesen habe und wollte es einfach wissen. Die Autorin schaffte mit dieser Episode einen herrlichen Einstieg in einen spannenden Krimi, der einen bis zum Schluss nicht mehr los lässt.

Rezension: Tanja Bern "Die Sídhe des Kristalls" Band I: "Das Tal im Nebel"

Irlands Natur, seine Mythen und Sagen von Elfen, Feen und Trollen üben seit jeher eine Faszination auf viele Menschen aus. Autorin Tanja Bern hat sich von diesem Land verzaubern und inspirieren lassen und mit „Das Tal im Nebel“ ein beeindruckendes literarisches Werk geschaffen. Der über 300 Seiten lange Roman ist der erste Band der Fantasy-Reihe „Die Sídhe des Kristalls“ und Vorsicht: er macht süchtig. Süchtig nach mehr Geschichten über die legendären Elfen Irlands, die Sídhe.

Rezension: Marlene Geselle "Ratten in Heinsberg / Mordbrand"

Hexen, Räuberbanden und merkwürdige Mordfälle beschäftigen Benedikt von Luchtenberg, der als Sendgraf auf Befehl des Erzbischofs den Posten eines Kriminalkommissars inne hat und für Recht und Ordnung sorgen muss. In ihrem historischen Krimidoppel „Ratten von Heinsberg“ und „Mordbrand“ entwickelte Autorin Marlene Geselle eine Figur, die manchmal ein wenig an den etwas tollpatschig wirkenden Columbo erinnert.

Sonntag, 3. März 2013

Sehnsucht nach dem Meer

Der Februar war heftig und ich könnte jetzt einen Kurzurlaub an der Nordsee vertragen. Aber wie das halt so ist: es geht nicht immer genau dann, wann man es will.

Das war damals auf der Insel Föhr - im Februar - eine schöne Zeit. (Foto: K. Zill)
So ist das Leben. :-)

Freitag, 1. März 2013

Rezension: Jutta Ouwens "Die Zeitmeisterin"

Die Geschichte ist fiktiv und dennoch ist sie wahr und gerade das ist es, was mich an Jutta Ouwens „Die Zeitmeisterin“ sehr bewegt hat. Das Thema des Romans ist hart und wäre für manchen Menschen sicher schwer in passende Worte zu fassen. Erzählt werden die Erinnerungen einer Frau, die als kleines Mädchen von der Mutter geschlagen und vom Vater sexuell missbraucht wurde. Jutta Ouwens schafft es, mit einfühlsamen und klaren Worten, das Unfassbare zu schildern – ohne Anklage, ohne Verurteilung. Sehr sachlich erzählt sie die Geschichte ihrer Heldin und überlässt es dem Leser, seine eigenen Gefühle wahrzunehmen und sein eigenes Urteil zu fällen.

Rezension: Thorsten Dörp "Wegen Julia"

„Wegen Julia“ heißt der Debütroman des Hamburger Autoren Thorsten Dörp, ein großartiges Werk über die Liebe und das Leben. Der Roman besticht durch die gekonnte Synergie von Witz und Ernsthaftigkeit, sorgfältig ausgearbeitete Charaktere und ist eine unterhaltsame Lektüre mit sehr viel Tiefgang. Die Schauplätze der Geschichte hat Dörp sehr realistisch und mit hohem Wiedererkennungswert gezeichnet.

Rezension: Marlen Haushofer "Die Wand"

Wenn ich mir vorstelle, der einzige Mensch auf der Erde zu sein, dann erschauere ich. Ein unheimlicher Gedanke. Betrachtet man allerdings mal nüchtern die Idee, den Stoff, der dahinter steckt, dann ist es schon wieder genial und ich danke Marlen Haushofer, die in ihrem Roman „Die Wand“ diese Idee aufgegriffen und zu einer gruselig-spannenden Geschichte gesponnen hat.
Die Protagonistin, deren Name im ganzen Buch nicht genannt wird, findet sich eines Morgens völlig allein in einer Hütte im Wald wieder. Ihre Freunde sind vom abendlichen Ausflug in den Ort nicht zurück gekehrt, lediglich die Katze und der Hund sind noch da. Die Ursache für diese erzwungene Einsamkeit findet die Protagonistin schnell, als sie beim Ausflug ins Tal gegen eine unsichtbare Wand stößt. Dahinter ist alles tot. In der Ferne sieht sie einen Mann auf seiner Bank vorm Haus sitzen, regungslos, leblos. Gespenstisch.