Montag, 30. Juni 2014

Rezension: Nele Neuhaus "Böser Wolf"

Es ist eine erschütternde Geschichte, die aufwühlt, wütend und traurig macht. Und es ist ein spannender Krimi, der fesselt, einen tief ins Buch zieht und nicht mehr los lässt. „Böser Wolf“ von Nele Neuhaus ist ein brillantes Werk, das ein nicht ganz einfaches Thema in den Fokus rückt: Kindesmissbrauch – harter Tobak, dennoch ist es gut, dass die Autorin diesem Thema eine Stimme gibt.

Ein totes Mädchen wird aus dem Main geborgen. Die Obduktion offenbart das Schlimmste: Das höchstens 16 Jahre alte Mädchen wurde schwer misshandelt und in den Fluss geworfen. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein sind die ermittelnden Beamten. Lange stochern sie im Dunkeln, bis plötzlich die bekannte Fernsehmoderatorin Hanna Herzmann bewusstlos und geknebelt im Kofferraum eines Wagens gefunden wird. Missbraucht und schwer verletzt, nicht vernehmungsfähig.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Rezension: Tanja Bern "Schattenhauch"

Cover: www.carlsen.de
Mit ihrem neuen Roman „Schattenhauch“ beweist die Gelsenkirchener Autorin Tanja Bern einmal mehr ihre Vielseitigkeit. Bei ihrem Werk handelt es sich um eine Dystopie, geschrieben für Jugendliche/junge Erwachsene. Es ist ein Werk, in dem die Autorin neue Facetten zeigt, ein Werk, das man nicht weglegen mag, bis man es zu Ende gelesen hat.

Eine Chemiekatastrophe zwang die Überlebenden, sich in den Wäldern eine neue Heimat zu suchen. Abseits der großen Städte, ohne Gas, Öl und Strom führen diese Menschen ein einfaches Leben, ähnlich wie im Mittelalter. Die 17-jährige Amelie wächst in einem dieser Dörfer auf. Sie hat die Katastrophe nicht miterlebt, kennt also nur das eng mit der Natur verbundene Leben. Sie weiß aber auch, dass man das Dorf nicht verlassen darf, denn hinter den hohen Barrikaden lauern die Schatten in den Wäldern.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Rezension: David Baldacci "Der Präsident"

Es war wieder einer dieser Zufallstreffer, die ich hin und wieder lande – und ich bin nicht enttäuscht worden. „Der Präsident“ von David Baldacci ist sogar ein Krimi, der mich richtig beeindruckt hat.

Die Geschichte ist eigentlich banal. Der Einbrecher Luther hat sich für seinen letzten großen Coup eine große Villa ausgesucht. Doch er kann seinen Diebeszug nicht vollenden, denn eine Limousine fährt vor. Die junge Hausherrin nutzt die Abwesenheit ihres Gatten für ein Schäferstündchen. Im Schlepptau hat sie den Präsidenten Alan Richmond.