Dienstag, 26. April 2016

Zwischenbericht Schreibratgeber: Mein Start mit Sol Stein „Über das Schreiben“


„Ist etwas dran, dass Schreibratgeber helfen, Schreibblockaden zu lösen, in den Schreibfluss zu kommen, das Schreiben zu verbessern (oder zu lernen). Eine interessante Frage, die ich zu beantworten versuche.“

So schrieb ich in meinem letzten Blogbeitrag. Und natürlich war das nicht nur heiße Luft – ich bin dran. 

Sol Stein "Über das Schreiben" - es lohnt sich, weiter zu lesen.

Mutter aller Schreibratgeber?


Angefangen habe ich mit Sol Stein. Das Buch reizte mich sofort, weil es mit einem gigantischen Versprechen im Internet angepriesen wird: Es soll quasi die Mutter aller Schreibratgeber sein. Ein Buch, das jeder Autor gelesen haben sollte. Nun denn, ich stecke mitten im ersten Teil und bin vom Autor überzeugt worden, dran zu bleiben.

Mit den ersten Zeilen Erregung entfachen


Bisher habe ich das Kapitel „Grundlagen“ gelesen und mir einen ersten Eindruck vom Buch gemacht. „Über das Schreiben“ wirkt zunächst recht biographisch. Sol Stein schreibt in seinem ersten Kapitel viel über sich selbst, wie er das Schreiben gelernt hat. Neben Beispielen lässt er beinah unbemerkt Definitionen einfließen, die das Ganze eben nicht zu einer Autobiographie werden lassen, sondern immer wieder einen Lerneffekt provozieren. Interessant dabei ist Nummer 2 des Kapitels „Der richtige Anfang“. Genau das ist es, was man als Autor lernen möchte – wie sollte ein Buch beginnen, um Leser einzufangen.

Wenn der Leser am Anfang keine Erregung spürt, zweifelt er daran, daß er das Erlebnis genießen wird, das ihm der Autor verspricht.“ (S. 32)

Im Folgenden gibt er einige praktische Tipps, wie man seinen ersten Satz so formulieren kann, dass er funktioniert. Oder wie man seinen ersten Satz dahingehend überprüfen kann, ob er funktioniert. Da der Einstieg in das Buch extrem wichtig für die Kaufentscheidung ist, gibt Stein diesem Thema auch viel Platz in seinem Buch. Das finde ich sehr gut.

Fiktionale Literatur und Sachliteratur


Weiterer Pluspunkt bereits an dieser Stelle: Sol Stein widmet sich nicht nur der fiktionalen Literatur, sondern geht ebenso auf Sachliteratur ein. Das ist für mich besonders hilfreich, da ich mich auf beiden Ebenen tummele. An einem Roman arbeitet man anders als an einem Ratgeber oder Sachbuch – auch wenn es sicher Parallelen geben mag. Deshalb ist es für mich besonders interessant zu lesen, wie man an fiktionale Literatur und wie man an Sachliteratur herangeht, wo Gemeinsamkeiten versteckt sind und wo es signifikante Unterschiede gibt.

Mein Fazit bis jetzt


Es lohnt sich auf jeden Fall, Sol Stein weiter zu lesen.


Fortsetzung folgt ...